09 Januar 2012
Am Samstag, den 21. Januar 2012, zeigt ARTE um 20.15 "Der Erste auf dem Everest?". Die 52-minütige Dokumentation von Frédéric Lossignol und Gerald Salmina ist der dritte (!) Film unserer Suchexpedition nach Andrew Irvine im Frühjahr 2010. Im Gegensatz zu den anderen Filmen konzentriert sich die französische Fassung ausschließlich auf den forensischen Aspekt der Suche. Zahlreiche namhafte Experten wie die Textilhistoriker Mary Rose und Mike Parsons, der Höhenmediziner Oswald Ölz, der Meteorologe Karl Gabl oder die britischen Kriminologen Samantha Pickles und James Shackel kommen zu Wort und rekonstruieren die letzten Stunden im Leben von Mallory & Irvine - C.S.I. on Mount Everest! Unbedingt sehenswert!
05 Dezember 2011
Offizielle Nachricht unserer Produktionsfirma pre TV:
Liebe Kollegen und Freunde,
die österreichische Filmproduktion pre tv mit Sitz in Graz und Wien freut sich mitteilen zu können, dass ihre Dokumentation "Erster auf dem Everest" den Grand Prix des Bansko Mountain Film Festes 2011 gewonnen hat. Das jährlich abgehaltene, internationale Bergfilm Festival ist das bedeutendste Kinoforum dieser Art im südöstlichen Europa und das größte Event in Bulgarien, das dem Bergsteigen gewidmet ist und spielt dementsprechend eine zentrale Rolle im kulturellen Festkalender der Ski- und Bergsteigermetropole Bansko.
In "Erster auf dem Everest" begleiten der Regisseur Gerald Salmina und der Kameramann Günther Göberl den deutschen Alpinhistoriker Jochen Hemmleb auf der Suche nach Spuren der beiden britischen Bergsteiger George Mallory und Andrew Irvine. Gemeinsam mit den österreichischen Bergsteigern Theo Fritsche, Sepp Bachmaier, Volker Holzner und Axel Naglich bricht dieser auf, um den vielleicht letzten Beweis der Erstbesteigung des Mount Everest durch George Mallory und Andrew Irvine zu finden. Eine abenteuerliche Suchaktion auf den Schneefeldern des Mount Everest beginnt. Denn die Leiche von Andrew Irvine wird noch vermisst – und mit ihr der Fotoapparat, den die beiden mit zum Gipfel nahmen und der den vielleicht letzten Beweis dafür enthält, dass die beiden britischen Bergsteiger dreißig Jahre vor Tenzing Norgay und Edmund Hillary auf dem Gipfel des Mount Everest standen.
Der Film "Erster auf dem Everest" wurde erstmals am 30.12.2010 auf ORF2 ausgestrahlt und konnte seitdem internationale Erfolge verbuchen. Bisher ist die Dokumentation auf verschiedenen Festivals wie dem Filmfest St. Anton, dem Bergfilmfestival Tegernsee, dem Berg- & Abenteuer Filmfestival Graz oder dem Bergfilmfestival Autrans gelaufen. Derzeit kann man den Film bis inklusive 07.12. beim Bergfilmfestival Salzburg sehen.
Produzent Nikolaus Wisiak freut sich über diese internationale Auszeichnung insbesondere, weil "die unglaublichen Strapazen bei den Dreharbeiten, die das ganze Team auf sich genommen hat, auf diese außergewöhnliche Art und Weise belohnt werden. Darüber hinaus wird die kreative Leistung des Regisseurs Gerald Salmina auf diesem Weg besonders gewürdigt".
Liebe Grüße,
das pretv-Team
02 Dezember 2011
On November 26th 2011, after watching the thirty three movies of the competition program, the members of the jury of the 11th International Mountain Film Festival in Bansko decided:
1. Grand Prix For the movie „First on Everest” by Gerald Salmina (Austria).
- the documentary about the Austro-German search for Andrew Irvine in 2010.
Details will follow.
03 Juni 2011
Mit dem diesjährigen Projekt "The Sherpas' Quest", einem Dokumentarfilm über die Geschichte und Entwicklung der Hochträger im Himalaya, endet vorerst mein (bisweilen sehr öffentlicher) Beitrag zur Everest-Geschichte.
Die neue Expedition, zu der ich demnächst aufbrechen werde, wird noch größere Herausforderungen, Überraschungen und Entdeckungen bereithalten - und ultimativ auch noch größeren Gewinn.
"Expedition Familie" startet in der ersten Oktoberwoche.
20 Januar 2011
Some of you readers have already noted the new Mallory & Irvine segment on my webpage. It is neither long nor colorful - not the fizzy pink alco-pop drunk for distraction, but rather the distilled single malt tasted for essence.
I felt it necessary to write it this way, because there remains one essential fact in the Mallory case: What we actually KNOW is very little.
Which leads to the point of how the scant facts are dealt with. While it is interesting to read what certain researchers think right or wrong, and why, what it actually adds to the EVIDENCE is often a very different matter. Also, what comes disguised as well-informed criticism is often just personal opinion. And abuse between researchers is only revealing about themselves, worthless to the collective progress in the case. But perhaps it's just a language problem which can be answered appropriately: Only facts and constructive criticism matters - f**k the rest ...
My attitude to criticism is best expressed in a quote from one of my favorite movies:
In many ways the work of a critic is easy.
We risk very little, yet enjoy a position over those
who offer up their work and their selves to our judgement.
We thrive on negative criticism,
which is fun to write and to read.
But, the bitter truth we critics must face
is that, in the grand scheme of things...
the average piece of junk is probably more meaningful
than our criticism designating it so.
(a free glass of single malt for who guesses that one right ... :-)
Have a nice day!
12 Dezember 2010
Der große neue Dokumentarfilm über Mallory & Irvine. In Spielfilmlänge (91 min).
Edmund Hillary war der erste Mensch, der 1953 den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt, bezwang. So steht es in den Geschichtsbüchern. Aber der deutsche Forscher Jochen Hemmleb bezweifelt dies. Unterhalb des Gipfels des Mount Everest entdeckte er 1999 mit seinem Team die gut erhaltene Leiche von George Mallory, der schon 1924 mit seinem Partner Andrew Irvine den Gipfel erstürmen wollte. Stand Mallory vielleicht schon 29 Jahre vor Hillary auf dem Gipfel?
Um darauf eine Antwort zu finden, folgen wir 2010 Jochen Hemmleb bei einer weiteren riskanten Suchexpedition auf das Dach der Welt. Mit Hilfe kriminalistischer Methoden will Hemmleb mit seiner Mannschaft jetzt auch die Leiche von Mallorys Partner Andrew Irvine finden. Dieser hatte 1924 einen kleinen Fotoapparat dabei, dessen Inhalt den Beweis liefern könnte, wer tatsächlich der erste Mensch auf dem Gipfel des Mount Everest war.
Ein Film von Gerald Salmina - Regisseur des preisgekrönten Films "Mount St. Elias".
"Gerald Salminas 'Erster auf dem Everest' ist der Film, den ich seit neun Jahren über die Mallory-Geschichte produziert sehen wollte. Er ist 'CSI on Everest' und handelt nicht von dem Mythos, sondern von den harten Fakten im 'Fall Mallory'. Mittels forensischer Untersuchungen anerkannter Kriminologen, Höhenmediziner, Meteorologen und Ausrüstungsexperten sowie modernster Animationen und Re-Enactments liefert er eine dramatische Rekonstruktion der Ereignisse vom 8. Juni 1924." (Jochen Hemmleb)
20 März 2010
http://www.nangaparbat1970.at
Es ist die im deutschsprachigen Raum am häufigsten erzählte und am schärfsten debattierte Bergsteiger-Geschichte: die Geschichte um Reinhold Messner und den Tod seines Bruders Günther 1970 am Nanga Parbat. Sie ist eine Geschichte von Widersprüchen, Kontroversen, Verdächtigungen und Schuldzuweisungen - polarisiert bis heute.
Gibt es einen Weg aus dieser Polarisierung? Einen Weg, in dem man als Autor nicht automatisch in einer der beiden Ecken Messner-Befürworter oder Messner-Gegner gedrängt wird?
Dieses Buch geht ihn.
Es hinterfragt kritisch, ohne zu moralisieren. Es betrachtet und analysiert, aber es verurteilt nicht. Denn es gibt in ihm keine Helden und Bösewichte, keine Täter und Opfer - sondern nur Menschen, die zu unterschiedlichen Teilen wohl immer auch beides sind. Es geht in diesem Buch um Nachvollziehbarkeit der Ereignisse von damals bis heute, um die Vielfalt von Stimmen dazu, um Entwicklungen und wiederkehrende Muster, und um Verständnis, denn:
"Die Umstände machen einen Menschen nicht zu dem, der er ist. Sie entblößen ihn nur." (Epiktet, griechischer Philosoph, 50-125 n.Chr.; zitiert auf S. 220)
"Die dauernd wiederholte rein moralische Empörung [...] ist ebenso selbstverständlich wie irrelevant. Empörung allein fördert weder Wissen noch Verstehen. Und Verstehen bedeutet nicht Gutheißen."
(Carolin Emcke in "Stumme Gewalt", S. 72; zitiert auf S. 219)
16 Februar 2010
Mein neues Buch erscheint Mitte März. Da es darin sehr um das Schreiben und die Wahrnehmung von Geschichte geht, ist der folgende Text, den ich kürzlich in einem Buch fand, sehr passend. Viel Spaß beim Lesen!
"Zeitungen, Magazine, Bücher sind traditionelle Informations- und Meinungsquellen. Heutzutage kommen Telefon und Computer sowie Radio und Fernsehen zu dieser Mischung hinzu. Wissen bedeutet einen Schritt weiter als Glauben. Wir werden mit Wissen bombardiert - Daten, Informationen, Meinungen, Ratschläge, etc.
Aber der Spruch 'Wissen ist Macht' ist eine weitere Ego-fütternde Illusion. Wissen allein ist unvollständig. Der weitere Schritt über Wissen hinaus ist Verstehen. Verstehen wir das, was wir wissen? Könnte es zum Beispiel sein, dass die Hälfte von dem, was wir [...] wissen, in Wirklichkeit irrelevant und nicht notwendig ist?
Verstehen braucht Zeit, alleine. Um das, was wir denken zu wissen, auseinanderzunehmen und wieder zusammenzufügen. Unsere Falle ist, in 'Wissen' das Allerseligmachende und Endgültige zu sehen. Wenn uns das Wissen, das wir haben, keine sofortige Lösung bietet, bemühen wir uns eiligst um mehr Wissen, mehr Daten, mehr Informationen. Ich schlage eine sehr entgegengesetzte, 'Gegenkultur-Alternative' vor: Wir sollten innehalten und nachdenken, um zu sehen, ob wir unser vorhandenes Wissen verstehen. [...] Logik, Analytik und Schlußfolgerung sind inzwischen fast vergessene Künste geworden. Weil wir uns nicht die Zeit nehmen, uns darin zu üben. Wir wissen viel, verstehen aber wenig. Wir werden leicht geleitet, sind leicht zu beeinflussen. Wir verbringen zu viel Zeit am Telefon und auf Nachrichtenseiten, und nicht genügend Zeit alleine, mit Nachdenken - für uns selbst.
Personen an der Spitze von Forschung sind besonders anfällig. Wissen, Meinungen und Ratschläge fließen ihnen zu. Sie müssen aktiv Zeit und Raum zum Nachdenken einfordern. Sonst kommt es zu einer regelrechten 'Überdosis' an Wissen. Die Mechanismen von Ablenkung und Desinformation beruhen darauf, eine solche Überdosis zu schaffen."
Sollte dies alles vertraut klingen und es Sie interessieren, wie dies mit (Alpin-)Geschichte zusammenhängt, freuen Sie sich auf Mitte März ...!
22 August 2009
Das beliebte deutsche Bergsteigermagazin "Alpin" kürte "Tatort Mount Everest" in seiner September- Ausgabe zum Buch des Monats. "Was will man mehr?" heißt es am Ende der Rezension über die spannende Detektivgeschichte.
Die informative englische Internetseite "Mount Everest - The British Story" veröffentlichte kürzlich ein Interview mit mir. Das vollständige Interview ist zu lesen unter
http://www.everest1953.co.uk/JochenHemmleb.php
Viel Spaß!
03 Juni 2009
Vor 10 Jahren, am 1. Mai 1999, entdeckte die von mir mitinitiierte "Mallory & Irvine Research Expedition" am Mount Everest die Leiche des 1924 verschollenen Himalaya-Pioniers George Mallory. Der Fund sorgte weltweit für Schlagzeilen und erweckte eine jahrzehntealte Debatte zu neuem Leben: Hatte Mallory gemeinsam mit seinem Partner Andrew Irvine 1924 den Gipfel des welthöchsten Berges erreicht und waren sie somit die wahren Erstbesteiger, 29 Jahre vor Hillary und Tensing?
Die Suche nach der Lösung des Rätsels um Mallory und Irvine ist eine Reise auf drei Ebenen. Da ist zunächst Mallorys und Irvines Aufstieg und die Spuren, die uns von seinem Ablauf erzählen. Dann sind es die Erfahrungen späterer Expeditionen, die Hinweise darauf geben, was Mallory und Irvine möglicherweise taten. Und schließlich mein eigenes Erleben während der Jahre der Spurensuche, das mich prägte und veränderte.
Von allen drei Reisen berichte ich in meinem neuen Buch:
Tatort Mount Everest - Der Fall Mallory
Neue Fakten und Hintergründe
- Mit exklusiven Interviews mit dem Finder der mutmaßlichen Leiche Irvines
- Mit allen Funden der Mallory & Irvine-Suchexpedition 1999, 2001 und 2004
- Mit der detailliertesten deutschsprachigen Chronik der britischen und chinesischen Expeditionen zur Everest-Nordseite 1921-1979
- Mit teilweise unveröffentlichten Fotos und Dokumenten
- Mit einem Vorwort von Gerlinde Kaltenbrunner & Ralf Dujmovits
Terra Magica, Juni 2009; 272 S., durchgehend bebildert; 17,3 x 24,5 cm, Hardcover mit SU
24,95 €
ISBN: 978-3-7243-1022-8
Weitere Informationen ab 22. Juni auf dieser Website
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